Der ultimative Guide für die Lagerverwaltung

Bei der Lagerverwaltung ist ein Auge für Details ein absolutes Muss. Es gilt, immer den Überblick darüber zu behalten, wo sich dein Material jeweils gerade befindet. Auch das Scannen von einzelnen Gegenständen kann viel Zeit in Anspruch nehmen. Und zu allem Überfluss wird manchmal auch noch das falsche Material eingepackt!
Mit einer effizienten Lagerverwaltung und einer zuverlässigen Lagerverwaltungssoftware kannst du diese Herausforderungen meistern und sorgst für einen reibungslosen Ablauf in deinem Lager.
In diesem Artikel erfährst du, wie du die Lagerverwaltung meistern und ein produktives Vermietungsgeschäft gewährleisten kannst. Wir werden die folgenden Themen behandeln:
1. Was ist Lagerverwaltung?
2. Was ist der Unterschied zwischen Inventarverwaltung, Bestandsmanagement und Lagerverwaltung?
3. Welche Arten von Lager gibt es?
4. Die wichtigsten Prozesse der Lagerverwaltung
5. Grundlegende Maßnahmen für die Optimierung der Lagerverwaltung
6. Schaffe Zufriedenheit in deinem Lager
7. Investiere in ein digitales Lagerverwaltungssystem
Wie du siehst, gibt es viel zu erklären. Aber fangen wir zunächst einmal mit den Grundlagen an.

Was ist Lagerverwaltung?
Im Grunde beschreibt die Lagerverwaltung – auch Lagermanagement genannt – die Kontrolle, Analyse und Optimierung aller Aktivitäten im Lager. Dabei geht es um die Nachverfolgung von Material, die Auftragsabwicklung und die Verpackung von Produkten.
Was ist also ein effizientes Lagermanagement und wie kann dir eine Lagerverwaltungssoftware dabei helfen? Konkret bedeutet es, dass sowohl du als auch deine Mitarbeiter jederzeit wissen, wo sich das Material befindet, in welchem Zustand es ist und wann, wo und wie die Items verpackt werden müssen. Hört sich gut an, oder?

Was ist der Unterschied zwischen Inventarverwaltung, Bestandsmanagement und Lagerverwaltung?
Den Begriff Lagerverwaltung hast du wahrscheinlich schon einmal gehört, aber auch die Begriffe „Inventarverwaltung“ und „Bestandsmanagement“ werden oft synonym verwendet. Was ist also der Unterschied zwischen diesen drei Begriffen?
Bei der Inventarverwaltung geht es um die Bestellung, Lagerung und Nachverfolgung von Waren im Lager. Der Schwerpunkt liegt auf der Aufrechterhaltung optimaler Lagerbestände, der Reduzierung von Fehlbeständen und der Minimierung von Lagerkosten.
Das sogenannte Bestandsmanagement umfasst hingegen den Umgang und die Kontrolle von Waren innerhalb des Lagers, um eine genaue Bestandszählung, eine ordnungsgemäße Organisation und eine effiziente Auslastung zu gewährleisten.
Die Lagerverwaltung ist eine Kombination der beiden vorherigen und schließt sowohl die Inventar- als auch die Bestandsverwaltung ein. Gleichzeitig umfasst die Lagerverwaltung umfänglichere Aspekte wie Auftragserfüllung, Kommissionierung, Verpackung und Versand.
Nachdem wir jetzt wissen, was Lagerverwaltung ist, ist es an der Zeit, sich die verschiedenen Arten von Lagern einmal genauer anzusehen.
Welche Arten von Lager gibt es?
Je nach den spezifischen Anforderungen deiner Branche kann ein Lager in Größe, Layout und Funktionalität variieren. Einige gängige Arten von Lagern sind:
- Öffentliche Lager: Öffentliche Lagerhäuser sind i.d.R. im Besitz der Behörden und bieten Lagerraum und Serviceleistungen für mehrere Unternehmen auf Mietbasis (monatliche Gebühren) an. Auch wenn sie im Hinblick auf die Technik oft nicht die fortschrittlichsten sind, sind öffentliche Lager die günstigste Option. Das macht sie ideal für Start-ups und kleine Unternehmen.
- Private Lager: Private Lagerhäuser gehören privaten Unternehmen und werden von diesen betrieben. Sie verfügen oft über spezielle Lagerräume, die auf die individuellen Bedürfnisse des Kunden zugeschnitten sind. Diese Lagerhäuser sind zwar oft teurer als öffentliche Lagerhäuser, bieten dir dafür aber mehr Spielraum in Bezug auf Größe und Layout.
- Zolllager: Zolllager sind von den Zollbehörden autorisiert, importierte Waren zu lagern, bevor sie für den lokalen Vertrieb oder die Wiederausfuhr freigegeben werden. Diese Art von Lager ist ideal für Unternehmen, die im grenzüberschreitenden Handel tätig sind.
- Kühllager: Ausgestattet mit einer temperaturkontrollierten Umgebung sind Kühlhäuser ideal für verderbliche Waren wie Lebensmittel, Arzneimittel, aber auch Kunstwerke. Solche Lagerhäuser können gekühlt oder tiefgekühlt werden.
- Sammellager: Ein Sammellager ähnelt einem öffentlichen Lager. Allerdings ist es im Besitz einer dritten Partei und bietet flexible Verträge anstelle von monatlichen Gebühren. Diese Art von Lager akzeptiert kleine Sendungen aus verschiedenen Bezugsquellen und wartet, bis es genug sind, um sie zu versenden. Daher sind Sammellager eine kostengünstige Lösung für kleine Unternehmen mit schwankendem Lagerbedarf.
Welches Lager für dich das richtige ist, hängt stark von der Art des Vermietungsgeschäfts ab. Hast du gerade erst angefangen? Dann wählst du am besten eine kostengünstige Option wie ein öffentliches Lager oder ein Sammellager. Transportierst du Ausrüstung, die empfindlich auf äußere Faktoren wie die Temperatur reagiert? Wähle dann ein Lager mit Temperaturkontrolle, um sicherzustellen, dass die Qualität deines Materials nicht beeinträchtigt wird. Wenn du etwa Filme lagern musst, empfiehlt Kodak eine Temperatur von 25 °C für Schwarz-Weiß-Filme und 10 °C für Farbfilme.
Nimm dir auf jeden Fall Zeit für die Auswahl und frage im Zweifelsfall andere Unternehmen um Tipps und Tricks. Ein Lagerumzug kann nämlich kostspielig und zeitaufwendig sein.
Sobald du deine Entscheidung getroffen und dein Lager eingerichtet hast, ist es an der Zeit, sich die Arbeitsprozesse im Lager einmal genauer anzusehen.

Die Basics: Die wichtigsten Prozesse der Lagerverwaltung
Bevor wir uns in die Einzelheiten des Lagermanagements vertiefen, ist es wichtig, zunächst die grundlegenden Prozesse zu verstehen. Um einen effizienten Betrieb zu gewährleisten, umfasst der Lagerverwaltungsprozess eine Reihe von Aktivitäten. Normalerweise sind das die folgenden Schritte:

Slotting
Bestimme zuerst den optimalen Lagerort für jedes Item anhand von Faktoren wie Bedarf, Größe, Gewicht und Zugänglichkeit. Bevor du deine Waren erhältst, solltest du dein Lager so organisieren, dass du den vorhandenen Platz möglichst effizient nutzt.

Wareneingang
Beim Eingang der Ware solltest du zunächst die Qualität und die Menge überprüfen. Führe diesen Schritt mit äußerster Sorgfalt durch, und schicke fälschlicherweise erhaltenes Material sofort zurück, um so keine Fehler in deinem Lagerprozess zu verursachen.

Warenlagerung
Dies ist der Prozess der Entgegennahme und Einlagerung von Material an den dafür vorgesehenen Lagerplätzen im Lager.

Lagerung
In den meisten Fällen muss das erhaltene Material für eine gewisse Zeit eingelagert werden, bevor es seine nächste Bestimmung erreicht. Deshalb muss das Material zunächst in deinen Lagerbestand aufgenommen werden. Denke gut über diesen Prozessschritt nach, da er sich auf die Platznutzung sowie die Bestandskontrolle auswirkt und die Bedarfsprognose erleichtert. Die Effizienz deines gesamten Lagers kann davon abhängen!
Unser Tipp: digitalisiere dein Inventar mit einer Lagerverwaltungssoftware! Durch die Implementierung eines passenden Tools erhältst du Echtzeiteinblicke in die Lagerbestände, automatisierst Prozesse und erstellst Berichte und Analysen.

Kommissionierung
Bereit, loszulegen? Sobald das Material versandfertig ist, ist es an der Zeit, es seinem Lagerort zu entnehmen und zu verpacken. Für diesen Vorgang sollte der Kommissionierer über eine detaillierte eine Packliste verfügen.
Das kommissionierte Material muss anschließend sicher für den Versand verpackt werden. Hierbei ist auf eine genaue Etikettierung und Dokumentation zu achten.

Verpacken
Der Versand des verpackten Materials an den vorgesehenen Bestimmungsort muss koordiniert werden. Wenn dein Unternehmen den Versand nicht mit eigenen Fahrzeugen abwickelt, musst du einen geeigneten Spediteur – z. B. UPS, DHL oder FedEx – auswählen.

Versand
Damit diese Lagerprozesse jeden Tag reibungslos ablaufen, solltest du bei jedem Schritt Maßnahmen zur Sicherheit, Qualität und Effizienz zu beachten. Neugierig, wie das aussieht? Dann lies weiter!
